Desktop-Version
17-07-2017 - 08:01

Dehnt den Schuldensumpf nicht auf ganz Europa aus!


Kategorie: Politik, Recht & Gesellschaft
Pressemitteilung von: READ - Rüdenauer Edition Autor Digital

Dehnt den Schuldensumpf nicht auf ganz Europa aus!

Die weltweite Banken- und Staatsschuldenkrise schwelt weiter. Da inzwischen weltweit die Bankster den Politikern zeigen, wo es langgeht, nimmt das Desaster seinen Lauf. Italien „rettet“ einmal mehr zwei Banken für schlappe 17 Milliarden Euro Steuergelder. Der Schuldenberg Italiens steigt weiter. Allein die Banca d’Italia hält italienische Staatsanleihen im Volumen von 265 Milliarden Euro. Dafür haften auch alle anderen EZB-Anteilseigner.

Die alten Fehler, die bei der europäischen Einigung und insbesondere bei der Gründung der Währungsunion gemacht wurden, werden laufend fortgeschrieben und verschlimmert. Es wird zusammen geschustert, was nicht zusammengeht, und die Pleitestaaten versuchen, sich auf Kosten der Soliden durchzuwursteln.

Man kann nur davor warnen, die soliden Euro-Partner zur Alimentierung des Schlendrians in anderen Ländern der EU bzw. EWU zu zwingen. Es ist schon schlimm genug, daß CDU/CSU, SPD, Grüne und natürlich die FDP die fortschreitende soziale Schieflage im eigenen Land ignorieren und ihre Klientele munter weiter auf Kosten und zu Lasten der Ärmsten bedienen. Wenn diese künftig auch noch die Reichen in anderen Ländern alimentieren sollen, könnte die Lage in Europa schneller brisant werden als es der deutschen „Elite“ angenehm sein kann.

Eine Vergemeinschaftung der Schulden wäre nichts anders als die Aufhebung der letzten Hindernisse für bedenkenloses Schuldenmachen. Heute müssen die überschuldeten Staaten für ihre Anleihen mehr oder weniger hohe Risikoaufschhläge zahlen. Die fielen dann weg. Schuldenmachen wird für sie billiger und das werden sie –jahrzehntelange Erfahrung bestätigt diese Befürchtung – auch zum weiteren Schuldenmachen nutzen.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß es den Protagonisten einer Schuldenvergemeinschaftung um eine Konkursverschleppung für die überschuldeten Staaten geht. Die von ihren „Eliten“ skrupellos überschuldeten Staaten sollen von den solide geführten Staaten noch eine Zeitlang über Wasser gehalten werden, bevor dann alle zusammen im Schuldensumpf versinken und man nach faktischer Enteignung der Sparer und Vernichtung der Privaten Altersversorgungen neu anfangen könnte.

Die deutschen Politiker sollten sich ihrer Verantwortung gegenüber ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern bewußt werden. Die Deutschen müßten im Falle einer Vergemeinschaftung der Schulden für die Schulden anderer Staaten mithaften und für sie selbst würde die Verschuldung teurer werden. Denn das Spitzenrating AAA dürften die Eurobonds kaum erhalten. Wissenschaftler haben berechnet, daß die Mehrbelastung durch ein niedrigeres Rating bis zu 20 Milliarden jährlich betragen könnte. Die bisherigen Erfahrungen mit deutschen Politikern – egal ob unter christlicher oder sozialer Flagge segelnd – zeigen, daß diese Kosten dann bei denen eingespart würden, die sowieso schon an den Katzentisch der Gesellschaft verbannt sind. Schöne Aussichten also für den sozialen Frieden in Deutschland.

Schließlich ist auch ungewiß, ob mit genügend Nachfrage nach den vergemeinschafteten Schuldpapieren der EU auf den Kapitalmärkten gerechnet werden kann. Denn die Erfahrung hat gezeigt, daß die europäischen Politiker sich nicht an ihre selbst geschaffenen Regeln und Vereinbarungen halten. Hätte sie es nämlich konsequent getan, gäbe es weder ein bankrottes Griechenland noch hoffnungslos überschuldete Staaten in der Europäischen(Währungs-)Union. Unsicheren Kantonisten Geld zu leihen, geht aber nicht mit verantwortungsbewußter Geldanlage zusammen, zu der die großen Investoren, wie z.B. Versicherungen und Fonds, verpflichtet sind und es im Interesse der Glaubwürdigkeit gegenüber ihren Kunden auch sein sollten.

Eine Vergemeinschaftung der Schulden hieße: Unschuldige für Schuldige haften zu lassen und den Schuldensumpf auf ganz Europa auszudehnen. Das wäre ein brandgefährliches Unterfangen – auch für den sozialen Frieden. Das Fazit muß deshalb lauten: Finger weg von diesem desaströsen Vorhaben!

Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit vielen Jahren das fragwürdige Treiben der Menschentiere. Seine Befunde sind in der eBook-Reihe „Tacheles“ dokumentiert. 7 Bände sind bisher erschienen. Der jüngste Band im Umfang von 264 Seiten trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort zum Preis von 9,95 Euro erhältlich.

READ Pressestelle

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

READ - Rüdenauer Edition Autor Digital
Manfred R.A. Rüdenauer, Dipl.-Kfm.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Salomon-Heine-Weg 36
20251 Hamburg
Tel. 5117671
www.read.ruedenauer.de
eMail: read@ruedenauer.de

eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital ist ein eBook-Verlag, der auf praxisorientierte Fachliteratur für berufliche und politische Kommunikation und Führung sowie auf die Herausgabe zeitlos-zeitkritischer Aphorismen- und Gedichtbände von Prof. Querulix spezialisiert ist.

⇑ nach oben