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12-01-2018 - 15:43

Fotografieren auf Bornholm, der dänischen Perle in der Ostsee - Ein Reisebericht


Kategorie: Tourismus, Auto & Verkehr
Pressemitteilung von: Fotoschule des Sehens

Fotografieren auf Bornholm, der dänischen Perle in der Ostsee - Ein Reisebericht

Dänemark – wer denkt da nicht gleich an Softeis, rot gefärbte Würstchen und weite, flache Strände. Früher ist mir all das auch als Erstes eingefallen. Seit einigen Jahren jedoch, denke ich bei Dänemark nur noch an wilde Burgruinen, steile Felsküsten, Granitsteine und tiefe Spaltentälern mit hohen, senkrechten Felswänden. Ja, ich rede wirklich von Dänemark. Allerdings von dem Teil Dänemarks, der nicht zum Festland gehört, nämlich von Bornholm, der dänischen Perle mitten im der Ostsee.

Woher mein Eindruck kommt? Sicher von der alten Burgruine Hammerhus, Nordeuropas größter Burgruine. Sie ist meiner Meinung nach die größte Attraktion auf Bornholm, auch zum Fotografieren, wegen der vielen Details, die es zu entdecken gibt und wegen der vielen Perspektiven, die eingenommen werden können. Allein schon die Färbung der alten verwitterten Mauern, lassen einem das Fotoherz höherschlagen. Hoch oben thront sie, auf das Meer hinausblickend, denn die Burg liegt auf einem Felsen gut 70 m über der Ostsee. Die Ursprünge der Burg sind nicht genau bekannt. Bekannt ist aber, dass die sie mit Entwicklung der Artillerie an Bedeutung verlor, zunächst zum Staatsgefängnis „abstieg“ und schließlich 1743 ganz aufgegeben wurde. Von da an machten die Bornholmer sie zum Steinbruch, holten sich Baumaterialien bis die Burg 1822 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Trotz Denkmalschutz kann man sich heute aber frei auf dem weiträumigen Gelände bewegen und uneingeschränkt fotografieren. Dies wird in Bornholm ganz entspannt gesehen, denn wichtig ist den Bornholmern, dass das einstige Symbol der Macht nun ganz dem Volke gehören soll.

Gleich nach Norden hin schließt sich der Hammeren an, ein riesiger Granitfelsen, 82 m hoch, der die Nordspitze von Bornholm formt. Hier vor Hammeren findet man eine typische, von Eismassen hervorgebrachte flache Schärenküste. Auf Hammeren stehen zwei Leuchttürme, von denen sich der erstgebaute schnell aus nutzlos herausstellte, da er oben auf dem Hammeren oft durch Nebel und Wolken verhüllt war. Kurz entschlossen baute man nur 20 Jahre später im Jahre 1895 einen neuen Leuchtturm – Lille Fyr -, der direkt an der Wasserkante der äußersten Nordspitze Bornholms steht und seine Signale von der See aus besser sichtbar ist.

Überhaupt ist die Insel ganz schön felsig. Da gibt es bspw. noch Jons Kapel, dem 22 m hohen, frei stehenden Felsen an der Westküste, den man über eine schier endlos erscheinende Holztreppe erreicht. Direkt daneben die fast senkrechte Felswand Hvidklov, was soviel heißt wie „weiße Klippe“. Oder die Helligdoms-Klippen, die bizarr geformten Felsklippen im Osten der Insel. Wer die Zeit hat, sollte sich unbedingt von der Wasserseite den Felsen nähern, aus dieser Perspektive sind sie am eindruckvollsten. Eine Vorstellung davon - und ein schönes Foto - gibt aber auch schon der Blick von der Landseite.

Der Süden der Insel erscheint im Vergleich zum schroff-felsigen Norden geradezu sanft. Im Süden findet man keine Felsen, dafür aber ausgedehnte Sandstrände. Hier ist der Sand so fein, dass er früher für Sanduhren genutzt wurde. Im Süden befindet sich auch die 200 Jahre alte, gut erhalte Slusegard- Wassermühle mit ihrer besonderen Rarität, nämlich dem direkt über dem Flüsschen gebautem Forellenhaus. Früher wurden hier Meerforellen auf ihrer stromaufwärts führenden Laich-Wanderung bequem abgefangen. Nicht ganz fair, aber verständlich, denn damals war die Nahrungsbeschaffung für die Menschen auf jeden Fall ungleich schwieriger als heute.

Ein absolutes „Muss“ ist aber ein Besuch der Erbseninseln. Mit der Personenfähre ab Gudhjem dauert die Überfahrt 50 Minuten und man ist zeitlich begrenzt mit seinem Besuch auf Christianso und Frederickso. Denn schon nach gut drei Stunden Inselgang fährt die Fähre wieder nach Bornholm zurück. Aber diese drei Stunden verzaubern einen, man macht einen Schritt in eine andere Welt. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Man hört keine Autos, denn die Inseln sind autofrei und es gibt auch keine asphaltierten Straßen, nur Kopfstenpflaster und Naturwege. Was man aber überall hört, sind die Rufe der Möwen, denn auf nahe gelegenen dritten Insel, auf die man allerdings als Tourist nicht drauf kann, ist Grasholm, eine Insel nur für Vögel. Und die haben sie gänzlich in Beschlag genommen. Mehrere Möwenarten, Trottellummen und Tordalke kann man weithin hören. Einfach herrlich. Der Abschied nach drei Stunden fällt schwer, aber mit etwas Glück fährt die Fähre noch sehr nahe an den kleinen Felsen vorbei auf denen sich die Kegelrobben dicht gedrängt ausruhen und neugierig Richtung Fähre schauen.

So, und wer nun vom vielen Entdecken und Fotografieren hungrig geworden ist, kann sich mit einem „Bornholmer“, dem legendären goldenen Räucherhering oder mit der „Sonne über Gudhjem“, der Räucherheringvariante mit Brot, Butter und Eigelb, stärken. Und zum Nachtisch gibt’s ein Softeis.........

Fotoreise Bornholm und Erbseninseln: 04.05. - 07.05.2018

Weitere Infos und Anmeldung unter:
www.fotoschule-des-sehens.de/bornholm.php
E-Mail: info@fotoschule-des-sehens.de
Tel.: 0 172 89 271 21

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Peter Uhl
Fotoschule des Sehens
Asternweg 2
30916 Isernhagen
www.fotoschule-des-sehens.de
Tel.: 0 172 89 271 21
E-Mail: info@fotoschule-des-sehens.de

Der Fotografenmeister und Fotodesigner Peter Uhl bietet mit seiner „Fotoschule des Sehens“ europaweit Fotokurse (Fotoreisen, Fotoseminare, Fotoworkshops und Fotowanderungen) an. Verbindendes Thema in allen Seminaren und übergeordnetes Ziel der Fotoschule ist es, die Teilnehmer anzuregen, sich mit ihren Foto-Objekten auseinander zu setzten und diese vor dem Ablichten erst einmal „sehen“ zu lernen. Denn das wichtigste Instrument beim Fotografieren ist nicht die hochwertigste Fotoausrüstung, sondern der „klare Blick“. Oft ermöglicht erst das genaue Hinsehen und Erkunden des „Objektes“ wichtige Details wahrzunehmen
Natürlich werden in jedem Fotokurs, Fotoseminar, Fotoworkshop und bei jeder Fotoreise und Fotowanderung auch die nötigen fototechnischen Voraussetzungen für gute Aufnahmen vermittelt.

Das Seminarangebot erstreckt sich über Tier-, Pflanzen-, Architektur-und Landschaftsfotografie. Eine Vielzahl der Seminare wird zusammen mit der Diplom-Biologin Martina Walther durchgeführt, so dass neben Fotofachwissen auch immer biologisches Wissen in die Seminare einfließt.

Die Seminare der Fotoschule zeichnen sich aus durch individuelle fachliche Beratung, kleine Gruppen, klares Seminarkonzept, ausgewogene Mischung aus Theorie und Praxis, interne Community sowie viel Spaß und gute Laune.

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