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13-09-2017 - 16:32

„Ein gesellschaftlicher Missstand“ Roland Kaiser fordert mehr soziale Gerechtigkeit


Kategorie: Politik, Recht & Gesellschaft
Pressemitteilung von: Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke e.V. Bundesverband

„Ein gesellschaftlicher Missstand“ Roland Kaiser fordert mehr soziale Gerechtigkeit

Berlin/Spremberg. Roland Kaiser engagiert sich seit vielen Jahren als Schirmherr der Cottbuser Tafel des Albert-Schweitzer-Familienwerkes Brandenburg. Regelmäßig besucht der Künstler die Einrichtungen der Albert-Schweitzer-Tafeln, um persönlich mit den ehrenamtlichen Helfern zu sprechen und sich bei ihnen für die hervorragende Arbeit zu bedanken, weil ihr außerordentliches Engagement eine Wertschätzung für Menschen ist, die in Not geraten sind und sich zum Teil allein gelassen fühlen.
„Die Albert-Schweitzer-Tafeln schließen in Deutschland eine wichtige soziale Lücke. Allein in Cottbus sind dauerhaft über 4000 Rentner, Erwerbstätige mit geringem Einkommen, Alleinerziehende, Studenten und langzeitarbeitslose Menschen, darunter 700 Kinder und Jugendliche, auf die aus Spenden finanzierte Lebensmittelausgabe angewiesen. Ein gesellschaftlicher Missstand, auf den ich aufmerksam machen möchte. Nur durch ein höheres Maß an sozialer Gerechtigkeit wird es uns gelingen, etwas an der Situation von Betroffenen zu ändern. Ehrenamtler leisten einen unermesslichen Beitrag für diese Gesellschaft, der nicht mit Geld aufzuwiegen ist. Das ist bewundernswert und verdient meinen allergrößten Respekt“, erklärte der in Münster (Westfalen) lebende Sänger.
Die rund 100 ehrenamtlichen Helfer der Tafeln in Trägerschaft des Albert Schweitzer Familienwerkes Brandenburg e.V. kümmern sich nicht nur um die Ausgabe von Lebensmitteln, wenngleich das natürlich weiterhin das Hauptanliegen dieser Einrichtungen bleibt. Schließlich ist die Verteilung von Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs an bedürftige Menschen immer noch unverzichtbar.
„Ein besonderer Projektschwerpunkt“, so Kai Noack, „ist die Unterstützung von Menschen, die auf Grund ihres körperlichen oder psychischen Zustandes nicht mehr in der Lage sind, ihre Wohnung zu verlassen. Sie werden durch unsere Mitarbeiter mit Lebensmittelspenden unterstützt. Dabei arbeitet die Cottbuser Tafel mit den Sozialstationen der Stadt Cottbus sowie den gesetzlich bestellten Betreuern der Bedürftigen eng zusammen."
Kai Noack, und Karina Bauer von der Cottbuser Tafel, unterstützen zudem die sozial und wirtschaftlich benachteiligten Menschen bei Behörden- und Ämtergängen, sowie beim Schreiben von Bewerbungen.
Neu eingerichtet wurden nun Öffnungszeiten speziell für Menschen, die einer geregelten Arbeit nachgehen und trotzdem auf staatliche Hilfen angewiesen sind, damit diese bedürftigen Menschen neben ihrer Tätigkeit überhaupt in der Lage sind, Essen für sich und die Familie in der Tafel besorgen können.
Das Albert-Schweitzer-Familienwerk Brandenburg e.V. ist Träger von sechs „Tafeln"-im Land Brandenburg. Über 9.500 Menschen wenden sich hilfesuchend an unsere Ausgabestellen, darunter mehr ca. ein drittel Kinder und Jugendliche. „Diese Zahlen sprechen für sich, die Tendenz ist weiterhin steigend", meint Margitta Behnke, Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke. Sie spricht von „bedrückenden Schicksalen von Menschen, die immer weiter in ein gesellschaftliches Abseits gedrängt werden und trotz Arbeit die Tafel für ihr Überleben in Anspruch nehmen müssen." Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes arbeiten über sechs Millionen Menschen im Niedriglohnsektor, das entspricht jedem fünften Arbeitnehmer. „Das ist die bittere Realität", so Behnke weiter.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Annett Häßler
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke e.V.
Bundesverband
Friedrichstr. 95 | PB 86
D - 10117 Berlin
T: +49 / 30 / 206 49 118
F: +49 / 30 / 206 49 119
E-Mail: annett.haessler@albert-schweitzer.de
Internet: www.albert-schweitzer-verband.de

Vorstand gem. § 26 BGB
Vorsitzender: Heiner Koch | stellv. Vors.: Martin Kupper
stellv. Vors.: Dr. Holger Wahl | Schatzmeister: Wolfgang Bartole

Vereinssitz Berlin, AG Berlin-Charlottenburg, VR-Nr.: 20758 B

Über Jahrzehnte hinweg haben die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und -Familienwerke ein feinmaschiges und deutschlandweites Netz geknüpft. Basierend auf ihrer langjährigen Erfahrung bieten sie heute als moderner sozialer Dienstleister Hilfen für jedes Lebensalter: von den rund 100 Kinderdorffamilien, der vielfältigen Jugendsozialarbeit und Familienberatung bis hin zur Altenpflege und der Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung, immer orientiert am lokalen Bedarf. Jede Woche betreuen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und –Familienwerke 8.000 bis 10.000 Kinder und Jugendliche und stehen zahlreichen Familien zur Seite.
Der Tropenarzt und Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer übernahm die Patenschaft für die nach ihm benannten Kinderdörfer und ist seither geistiges Vorbild. Seine tief empfundene Ehrfurcht vor dem Leben und die Liebe zu den Menschen machen Albert Schweitzer bis heute zu einem der bekanntesten Humanisten. Sie sind prägend für die soziale Arbeit des Albert-Schweitzer- Kinderdörfer und -Familienwerke. Unabhängig von Religion, Herkunft oder Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen werden hier Kinder, Jugendliche und Familien unterstützt und in ihrer Entwicklung gefördert.

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