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16-08-2017 - 14:56

Medikationsplan von #vitabook


Kategorie: Gesundheit & Medizin
Pressemitteilung von: vitabook GmbH
Risiken und Nebenwirkungen: Rund 30.000 Todesfälle pro Jahr
Die Zahlen sind alarmierend: Laut einer Studie landen jährlich 1,6 Millionen Bundesbürger wegen Medikamentennebenwirkungen in der Notaufnahme. Viele dieser Notfälle wären vermeidbar durch einen Medikationsplan, den die Politik bereits im Herbst letzten Jahres zum Gesetz gemacht hat. Doch umgesetzt und genutzt wird er bis heute wenig, häufig wissen Patienten nicht einmal, dass sie ein Recht darauf haben. Das Unternehmen vitabook bietet seit langem den ersten digitalen Medikationsplan, der jederzeit und überall abrufbar sowie bearbeitbar ist und zwar sowohl vom Patienten als auch vom Arzt und Apotheker. Vor allem: Mit nur einem Klick gibt’s den Wechselwirkungscheck gleich dazu.
Viele, vor allem ältere Menschen, müssen mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen. Dieser Medikamenten-Mix und die Nebenwirkungen aber können gefährlich sein – unter Umständen sogar lebensbedrohlich. So nimmt etwa allein die Uniklinik Fürth täglich bis zu 20 Menschen wegen Medikamentennebenwirkungen auf.
Wildwuchs bei Verschreibung von Medikamenten
Prof. Harald Dormann, Chefarzt der Notaufnahme der Uniklinik Fürth, hat soeben eine Studie im Auftrag des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte abgeschlossen. Demnach kommen etwa 8% der Notfallpatienten aufgrund von Medikamentennebenwirkungen in die Klinik. Auf Deutschland hochgerechnet sind das 1,6 Mio. Bundesbürger pro Jahr. Das verursacht 2,5 Milliarden Euro direkte Krankenhauskosten. Schätzungen zufolge sterben jährlich 30.000 Menschen an Nebenwirkungen.
Prof. Andreas Sönnichsen von der Fakultät für Gesundheit an der Uni Witten/Herdecke fand in einer EU-Studie mit knapp 4000 Patienten (die mehr als drei Medikamente einnehmen) und mehr als 300 Ärzten heraus: Fast jedes dritte verschriebene Medikament ist für den Patienten nicht geeignet. Er spricht von einem Wildwuchs bei der Verschreibung von Medikamenten. Fatal sei, dass Nebenwirkungen häufig nicht erkannt, als neue Erkrankung interpretiert und mit weiteren Medikamenten behandelt würden. Das führe zu Verschreibungskaskaden.
Einheitlicher Medikationsplan soll helfen
Abhilfe soll nach dem Willen des Gesetzgebers der bundeseinheitliche Medikationsplan schaffen. Im Rahmen des e-Health-Gesetzes beschloss der Deutsche Bundestag 2015, dass Patienten, die mehr als drei Medikamente einnehmen müssen, ab Oktober 2016 Anspruch auf einen bundeseinheitlichen Medikationsplan in Papierform haben. Ab 2018 soll er auch in elektronischer Form vorliegen und auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden.
Neben Informationen über den Patienten und seinen behandelnden Arzt soll der Medikationsplan folgende Angaben enthalten:
• Wirkstoff – Welcher Wirkstoff ist in dem Medikament enthalten?
• Arzneimittel – Wie ist der Handelsname des verschriebenen Medikaments?
• Stärke – Welche Menge an Wirkstoff ist im Medikament enthalten?
• Form – In welcher Form wird das Medikament eingenommen?
• Angaben über die Einnahmezeit – Wird das Medikament morgens, mittags, abends oder zur Nacht eingenommen?
• Hinweise – Was gibt es bei der Einnahme des Medikaments zu beachten?
• Grund – Weshalb wird das Medikament eingenommen?
Der behandelnde Arzt soll den Medikationsplan ausstellen, der Patient diesen bei sich tragen.
Nur jeder 10. hat Medikationsplan
Obwohl jeder, der gleichzeitig mehr als drei Medikamente einnimmt, einen Anspruch darauf hat, besitzt laut Prof. Harald Dormann nur jeder zehnte Patient einen Medikationsplan. Viele wissen nichts von ihrem Recht, andere trauen sich nicht, darauf zu beharren. Und von denjenigen, die einen besitzen, hat nur jeder Dritte den Plan auch dabei, wenn es nötig ist.
Zwar soll der Medikationsplan ab 2018 auch auf die elektronische Gesundheitskarte, auf die haben aber Apotheker keinen Zugriff. Dabei sind rund ein Drittel der Medikamente ohne Rezept erhältlich.
Dormann findet daher, dass Apotheker eine aktive Rolle in der Erstellung und Fortschreibung des Medikationsplans einnehmen sollten. Er fordert einen Medikationsplan in digitaler, am besten webbasierter Form.
Alle relevanten Infos jederzeit und überall verfügbar
Ebendiese Lösung bietet das Unternehmen vitabook im Rahmen eines Online-Gesundheitskontos. In dem digitalen Konto kann der Nutzer seine kompletten Gesundheitsdaten inklusive Medikationsplan speichern und Arzt und Apotheker bei Bedarf zur Ansicht und Bearbeitung freigeben.
Es ist der erste gemeinsame digitale Medikationsplan für Patient, Arzt, Apotheke, Klinik, Pflegeeinrichtung und Angehörige. Der Patient selbst kann die eigene Medikation am Computer oder mit der vitabook-App eingeben. Der Medikationsplan kann auch vom Apotheker online in das Konto eingetragen werden.
Allerdings bringt das alleinige Dokumentieren der Medikation wenig. Darum kann der Apotheker mit vitabook per Mausklick einen Wechselwirkungscheck durchführen.
Der behandelnde Arzt kann den Plan online aufrufen, prüfen, aktualisieren, das Prüfergebnis der Apotheke einsehen und ausdrucken. Mit dem Identos-Lesegerät von vitabook gelangt er zudem sofort auf den hinterlegten Notfall-Datensatz inklusive Medikationsplan.
Vom Patienten autorisierte Ärzte, Kliniken und Apotheken haben jederzeit Zugang zum Online-Medikationsplan und können diesen gemeinsam bearbeiten. Für den Patienten und weitere Behandler ermöglicht das eine lückenlose Medikationsinformation.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Jessica Tittel
Gerontologin (M.A.) & Leiterin Unternehmenskommunikation
vitabook GmbH
Alsterdorfer Markt 6
22297 Hamburg
T. +49 40 53798 1563
F. +49 40 53798 1503
jessica.tittel@vitabook.de
www.vitabook.de/

vitabook ist das deutsche Gesundheitskonto des Patienten, das ihm erstmals eine eigene, digitale Identität im Gesundheitswesen verschafft – vergleichbar mit einem Girokonto in Gesundheitsangelegenheiten. Der Patient kann sich damit sicher jegliche Gesundheitsdaten von Ärzten, Kliniken, Laboren u.v.m. in sein selbstverwaltetes Gesundheitskonto senden lassen.

Die Daten werden stark verschlüsselt und liegen in der Microsoft Cloud Deutschland, hochgesichert in zwei deutschen Telekom-Rechenzentren.

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