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11-08-2017 - 12:00

WHZ-Wissenschaftler entwickeln Wärmespeicher für Pflanzenwurzeln


Kategorie: Wissenschaft, Forschung, Bildung
Pressemitteilung von: Westsächsische Hochschule Zwickau
PR Agentur: Westsächsische Hochschule Zwickau

WHZ-Wissenschaftler entwickeln Wärmespeicher für Pflanzenwurzeln

Im Institut für Textil- und Ledertechnik (ITL) der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) untersuchen Wissenschaftler wie wir in kalten Jahreszeiten das Pflanzenwachstum ohne zusätzliche Energiezufuhr positiv beeinflussen können. Die gemeinsame Idee der Wissenschaftler und Partner aus dem Netzwerk LanoTex: die Pflanzen direkt an der Wurzel zu beheizen.

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Prof. Dr. Silke Heßberg, die das Projekt als Wissenschaftlerin seitens der WHZ betreut, erklärt „Eine sogenannte Wurzelklimatisierung ist effektiver für die Pflanze und spart wichtige Energie. Am Markt gibt es bereits verschiedene Heizsysteme wie bspw. Fußbodenheizungen, Systeme mit Warmwasser oder Elektro- und Gasheizungen. Dabei handelt es sich immer um kostenintensive Heizsysteme, da Energie aktiv zugeführt werden muss“. Für den Aufbau eines passiven Heizsystems - ohne zusätzliche Energiezufuhr - führen die Forscher bekanntes Wissen aus verschiedenen Bereichen zusammen und optimieren. Im Projekt entwickeln die Projektpartner u.a. spezielle Matten unter Verwendung von Phase Change Materials (PCM) zum Wärmen und Regulieren der Pflanzenwurzel- Temperatur.

Frühere Ernte dank Wärmespeichermatten
In den Gewächshäusern am ITL und einer Gärtnerei wurden die Matten für den Anbau von Feldsalat und Gurken getestet. Zum Nachweis der Wirksamkeit fanden zahlreiche Temperaturmessungen in den Gewächshäusern statt. Im Frühjahr wurden die entwickelten Matten sogar für den Spargelanbau getestet. Erste Ergebnisse sind, dass eine Ernteverfrühung durch die Optimierung der Wurzeltemperatur der Pflanzen nachgewiesen wurde. Die Verkürzung der Vegetationszeit bis zur ersten Ernte sowie eine hohe Produktqualität durch die Verhinderung von Vegetationsstörungen, kann den Gärtnereien Marktvorteile verschaffen. Positiv ist auch, dass es durch die entwickelte Lösung nicht zur Verschattung im Gewächshaus kommt, das System schadstofffrei ist und die Netto-Kulturfläche nicht verringert wird. Bis zum Jahresende werden die auslegbaren PCM- Matten basierend auf den Messergebnissen weiterentwickelt und optimiert.

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Silke Heßberg
Telefon: +49 3765 552 120
E-Mail: Silke.Hessberg@fh-zwickau.de

Das Projekt
LanoTex – Pflanzenklimatisierung
Textile Komponenten für die passive und aktive Klimatisierung
LanoTex ist ein Netzwerk aus 13 Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Gemeinsam wollen sie ihre fachlichen Kompetenzen bündeln und neue Technologien, Verbundsysteme und Produktinnovationen für den Einsatz technischer Textilien in der Industrie, Land- und Forstwirtschaft entwickeln. Ziel ist, durch innovative Entwicklungen herkömmliches Material auf der Basis fossiler Rohstoffe durch nachhaltige textile Lösungen zu ersetzen. Beispielhafte Projekte sind u.a. Zeckenschutztextilien für Klein- und Großtiere oder textile Lösungen zur Stall- und Lagerklimatisierung. Die Partner im Netzwerk LanoTex wollen damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig neue Anwendungsbereiche und Absatzmärkte erschließen. (Quelle: www.lanotex.de)

Die Partner
Luvo Impex GmbH
Westsächische Hochschule Zwickau, Institut für Textil und Ledertechnik (ITL)
Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. (TITK)
M.Ludwig & M.Puhlfürst Abbruch (L&P)
Körner-Zeuner-Voigt Sanität GbR (KZV)
Gärtnerei Grünewald Plauen

Die Wissenschaftler
Silke Heßberg ist Professorin für Textil- und Ledertechnik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Gemeinsam mit ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Nancy Schrader arbeitet sie im Netzwerk LanoTex. Beide entwickelten bereits Zeckenschutzkleidung für Heimtiere.

Weitere Informationen:
- www.fh-zwickau.de/amb/organisation/institut-fuer-textil-und-ledertechnik/startseite/ Kontakt zum Institut für Textil- und Ledertechnik der Westsächsischen Hochschule Zwickau

Quelle: idw

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Westsächsische Hochschule Zwickau / Silke Dinger

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