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19-05-2017 - 14:18

Elektronische Gesundheitskarte in der Sackgasse – Gesundheitskonto einzig gangbarer Weg


Kategorie: Politik, Recht & Gesellschaft
Pressemitteilung von: vitabook GmbH
+++ Ein von der Politik im Rahmen des eHealth-Gesetzes in Auftrag gegebener Prüfbericht der Projektgesellschaft Gematik hat endlich bestätigt, was den meisten Experten bereits klar war: Eine Anbindung des Patienten an die TI (Telematik-Infrastruktur) ist unmöglich. Während nichtsdestotrotz weiter diskutiert wird, ob es nicht Mittel und Wege gibt, den Patienten einzubinden, haben einige längst Fakten geschaffen. Mit einem grundsätzlich anderen System. vitabook gemeinsam mit Microsoft, die Techniker Krankenkasse mit IBM, die AOK Nord-Ost mit Cicso. Die Lösung heißt digitales Gesundheitskonto. Ohne Zugriffmöglichkeiten durch die Krankenkassen, unter alleiniger Hoheit des Patienten. +++

Nun also ist es amtlich. Die eGK steckt in der Sackgasse. Die Politik hatte in ihrem eHealth-Gesetz (2015) (dipbt.bundestag.de/extrakt/ba/WP18/671/67134.html) ein Gutachten zu der Fragestellung gefordert, wie es um die mobile Nutzung der eGK mit Smartphone oder Tablet und den nötigen Apps bestellt ist. Die Antwort der Projektgesellschaft Gematik, verantwortlich für die Entwicklung der technischen Vorgaben für die Einführung der eGK und den Aufbau der telematischen Infrastruktur (TI): unmöglich (dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/118/1811870.pdf).

Die eGK kann nicht in mobile Szenarien integriert werden. Laut den Medizin-Informatikern wäre die Anbindung theoretisch möglich, wegen der kontaktbehafteten Kassenkarten aber sehr umständlich. Smartphone und Tablet müssten per Bluetooth oder USB-Kabel mit einem Karten-Lesegerät verbunden werden. Für kontaktlose Karten gibt es z. B. wegen fehlender entsprechender Kartenleser im Gesundheitswesen keine Anwendungsszenarien. Sprich: Es existiert keine eGK mit kontaktloser (NFC-)Schnittstelle.

+++ Das Ende des Traums vom selbstbestimmten Patienten im digitalen Gesundheitswesen? +++

Außer Frage steht, dass sensible Gesundheitsdaten höchsten Sicherheitsstandards unterliegen müssen. Zugriff auf die Daten sollen Ärzte dementsprechend nur mit zwei Silizium-Karten und einer sechsstelligen PIN erhalten. Damit erübrigt sich jedoch gleichzeitig die Überlegung, Patienten per PC und Smartphone einzubeziehen.

Genau das aber verlangt das 2015 verabschiedete eHealth-Gesetz (und im übrigen auch ein Großteil der Patienten). Was vor 15 Jahren noch denkbar gewesen wäre, den Patienten schlicht außen vor zu lassen, ist jetzt ausgeschlossen.

Welche Optionen zur Realisierung des mündigen Patienten – noch soeben erneut gefordert von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe – bleiben? Die erste wäre, die Sicherheitsstandards im IT-System radikal zu ändern. Eine mögliche, doch unrealistische Alternative.

Den einzig gangbaren Weg, ein grundsätzlich anderes System, hat z. B. vitabook längst umgesetzt. Das digitale Gesundheitskonto unter alleiniger Hoheit des Patienten erfüllt bereits jetzt sämtliche Vorgaben des eHealth-Gesetzes. Sowohl der erst für 2018 geforderte Notfalldatensatz kann hier schon jetzt abgespeichert werden, als auch der Medikationsplan, ebenso kann der Patient sämtliche seiner Gesundheitsdaten inklusive Röntgenbildern, Laborberichten u.s.w. hinterlegen, selbstverwalten, sortieren, auswerten und gegebenenfalls an Ärzte weiterleiten. Dank zahlreicher Zusatzfunktionen hat er darüber hinaus die Möglichkeit, seinen kompletten Gesundheitsstatus jederzeit im Blick zu behalten.

Die eGK hat die Erwartungen nicht erfüllt. vitabook hat eine digitale Plattform geschaffen, die den Traum vom selbstbestimmten Patienten im digitalen Gesundheitswesen trotzdem wahrmacht.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Jessica Tittel
Gerontologin (M.A.) & Leiterin Unternehmenskommunikation
vitabook GmbH
Alsterdorfer Markt 6
22297 Hamburg
T.  +49 40 53798 1563
F.  +49 40 53798 1503
jessica.tittel@vitabook.de
www.vitabook.de/
www.vitabook.de/presse.php

Über vitabook:
vitabook ist das deutsche Gesundheitskonto des Patienten, das ihm erstmals eine eigene, digitale Identität im Gesundheitswesen verschafft – vergleichbar mit einem Girokonto in Gesundheitsangelegenheiten. Der Patient kann sich damit sicher jegliche Gesundheitsdaten von Ärzten, Kliniken, Laboren u.v.m. in sein selbstverwaltetes Gesundheitskonto senden lassen.
Die Daten werden stark verschlüsselt und liegen in der Microsoft Cloud Deutschland, hochgesichert in zwei deutschen Telekom-Rechenzentren.

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