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19-05-2017 - 12:28

Die Digitalisierung in der Werkstatt und am Fertigungsband


Kategorie: IT, New Media & Software
Pressemitteilung von: Cosh Computersysteme
Die Digitalisierung der Industrie gilt als vierte industrielle Revolution. Ende des 18. Jahrhun­derts begann die Mechanisierung, gefolgt von der Massenproduktion mithilfe von elektrischer Energie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dann setzte die Automa­tisierung durch Einsatz von Elektronik und IT Anfang der 70er­Jahre ein. Industrie 4.0 nun, ist das Zusam­menwirken von Mechanik, Elektronik und Software. Die Digitalisierung wird Wirtschaft, Arbeit und unser Alltagsleben grundlegend verän­dern. In einigen Bereichen des Mittelstandes sind bereits heute tief greifende Veränderun­gen auszumachen. Im Vordergrund des Wandels steht zwar die Industrie. Doch auch Handwerker und Dienstleistungsbetriebe sind betroffen. Schon bald wird auch ein Schreiner mit intelligenten Maschinen effizienter arbeiten können. Der Mittelstand muss bei der Digitalisierung auf Augenhöhe mit den großen Unternehmen bleiben, da die mittelständischen Unternehmen eng mit den großen Unternehmen verzahnt sind. In rund 75 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist die Digitalisierung erst in Teilbereichen umgesetzt. Laut einer deutschlandweiten Umfrage über 403 Sparkassen hinweg ist die Digitalisierung, wie zu erwarten, in Industriebetrieben am weitesten entwickelt. Mehr als die Hälfte von ihnen ist hier schon in einem fortgeschrittenen Stadium. Im Baugewerbe hingegen sind nur drei Prozent der Unternehmen in einem fortgeschrittenen Stand. Bei einem Drittel der Bauunternehmen sind die Digitalisierungsprojekte erst in der Planung, 38 Prozent haben sie zum Teil umgesetzt. Ein großes Hemmnis ist nach Angaben der Firmenkundenbetreuer der Sparkasse, die Mentalität vieler Unternehmer in KMU. Solange die Geschäftsleitung von der Dynamik und der Wucht, mit der die Digitalisierung vonstatten gehen wird, nicht erkennt, werden keine Investitionen in dem Bereich getätigt. Vorteile haben hier Start-Ups und junge Unternehmen. Der Modernisierung stehen hier keine gewachsenen Strukturen und Gewohnheiten entgegen. Die Unsicherheit, mit der etablierte Unternehmen agieren ist nur allzu verständlich. Wie bei allen bahnbrechenden Neuerungen gibt es bei der Industrie 4.0 nur wenige Orientierungspunkte für die Unternehmen. Welche Investitionen wann gewinnbringend sind lässt sich kaum verlässlich vorhersagen. Je nach Branche, Größe des Unternehmens und Wettbewerbsverhältnissen wird die Antwort unterschiedlich ausfallen. Aus diesem Grund muss sich in der Geschäftsleitung mit dem Thema befasst werden, ein Handeln in der Führungsebene ist notwendig. In der Umfrage wurde deutlich, dass sich allerdings in kleineren Unternehmen meist nur Spezialisten mit dem Thema der Digitalisierung beschäftigen. Erst wenn der Umsatz eines Unternehmens eine gewisse Schwelle überschritten habe, fiele die Zuständigkeit Vorstandsmitgliedern zu. Mit der Höhe des Jahresumsatzes steigt auch der Grad der Digitalisierung in einem Unternehmen: Bei Unternehmen mit Umsätzen zwischen 25 Mio. und 50 Mio. Euro sehen zwei Drittel der Befragten einen fortgeschrittenen oder weit fortgeschrittenen Stand. Für Umsätze zwischen fünf Mio. und 25 Mio. Euro gibt dies immerhin noch ein Drittel der Experten an. Bei Unternehmen, die weniger als eine Million im Jahr umsetzen, wird sehr selten ein weit fortgeschrittener oder fortgeschrittener Stand im Bezug auf die Digitalisierung verzeichnet. Im Handel haben bereits 25 Prozent der Unternehmen ein fortgeschrittenes oder weit fortgeschrittenes Stadium erreicht. Die treibende Kraft des Wettbewerbs ist der größte Faktor für diese Unternehmen, die Digitalisierung voranzutreiben. Schlusslicht in der Statistik ist das Handwerk: bei zwei Dritteln der Unternehmen sind die Projekte noch im Planungsstadium oder es wurden sich noch keine Gedanken zur Digitalisierung gemacht. Allerdings ist zu erwähnnen, dass manche Handwerksbetriebe, die größeren Unternehmen zuliefern, schon sehr weit digitalisiert sind. Laut der Umfrage ist nicht allein die Branche (Industrie, Handel, Handwerk, Baugewerbe, sonstige Dienstleistungen) für den Grad der Digitalisierung verantwortlich, sondern verstärkt die Größe des Unternehmens. Der zentrale Rohstoff der Digitalisierung sind Daten. Schlüsselkompetenzen erfolgreicher Unternehmen werden sein, Daten zu erfassen, zu verarbeiten, zu verknüpfen und zu schützen. Die gesamte Wertschöpfungskette wird von der Digitalisierung betroffen sein. Von der Produktion, über die Logistik hin zu Personalmanagement und Kostenkontrolle. Für zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen ist die Effizienzsteigerung der wichtigste Treiber für die Digitalisierung. Danach folgen Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsvorteile. Eine Blaupause für die digitale Transformation gibt es nicht. Aber die Industrie 4.0 bietet viele Chancen für die Unternehmen. Gerade kleinen und mittleren Unternehmen eröffnen die neuen Techniken eröffnen Chancen im Wettbewerb, sofern neue Instrumente schnell und flexibel angewendet werden. Dazu können gehören: die systematische Analyse großer Datenmengen (Big Data), eine gezielte Kundenansprache, intelligente Vernetzung, niedrigere Kosten und eine effi­zientere Produktion. Die Unternehmen kön­nen neue Märkte erschließen. Andererseits werden neue Wettbewerber auftreten. Nicht selten wird die Entwicklung ganz neuer Geschäftsmodelle notwendig sein. Wertschöpfungs- und Lieferketten werden sich verändern, Wettbewerber mit kundennahen Angeboten werden auftreten. In der industriellen Anwendung lassen sich so Prozesse in Echt­zeit an verschiedenen Orten steuern und koordinieren. Die Auslastung der Anlagen kann erhöht werden, weil Maschinen unter anderem selbsttätig Ersatzteile bestellen werden können. Die Produktion wird flexibler, individueller und billiger, auch durch Verbesserung der Lagerhaltung. Im Mittelpunkt von Industrie 4.0 stehen die sogenannten cyber­physischen Systeme (CPS). Es handelt sich dabei um Netzwerke kleiner, mit Sensoren („Augen und Ohren“) und Aktoren („Hände und Füße“) versehener Computer. Diese werden als sogenannte ein­gebettete Systeme in Geräte, Maschinen, Materialien und Produkte integriert und über das Internet miteinander verbunden (Internet der Dinge). In nicht allzu ferner Zukunft wird es Milliarden in diesem Sinne intelligenter Produkte geben. Sie werden von ihrem Produktionszeitpunkt bis zu ihrer Verschrottung oder dem Recycling mit dem Internet verbunden sein. Durch die Vernet­zung von Maschinen und Produkten entste­hen riesige Datenmengen (Big Data). Die Verknüpfung der Daten ist für den Erfolg entscheidend (Smart Data). Diese erfolgt horizontal, zwischen den an der Produktion beteiligten Unternehmen, und vertikal, auf den verschiedenen Stufen des produzieren­den Unternehmens. Für die Auswertung sind innovative Analysetools notwendig. Außer­ dem sind die großen durch cyber­physische Systeme erzeugten Datenmengen nur durch Cloud­Technologien effizient zu nutzen. Außerdem werden additive Fertigungsverfahren, wie der 3D-Druck entstehen. Nur so kann die technisch mögliche, vollständige Individualisierung der Produkte nach den Wünschen der Kunden umgesetzt werden.
Die Bruttowertschöpfung der deutschen Industrie kann bis 2025 durch die Digitalisierung um 425 Mrd. Euro steigen. Für die europäische Industrie wird sogar ein Potenzial von 1,25 Billionen Euro ermittelt. Die größten Zuwächse beim Umsatz in der Automobilindustrie (10,5 Mrd. Euro), dem Maschinenbau (6,4 Mrd. Euro) und der Elek­trotechnik (4,7 Mrd. Euro) erwartet. Die Schätzungen müssen allerdings als optimistisch gelten, da sie unterstellen, dass die notwendigen Investitionen auch getätigt werden. Der Mittelstand steht in Deutschland kerngesund da. Die Eigenkapitalquote steigerte sich von 22,6 Prozent im Jahr 2014 auf 26,8 Prozent im Jahr 2015. Die Finanzierungssituation ist weiterhin hervorragend. Die hohe Eigenkapitalquote ist aber auch ein Ausdruck einer hartnäckigen und anhaltenden Zurückhaltung der mittelständischen Unternehmen bei Investitionen. Ein weites Betätigungsfeld eröffnet sich hier unter dem großen Trend „Digitalisierung“ Und es ist auch ein Bedarf für verstärkte Anstrengungen zur Digitalisierung im deutschen Mittelstand festzustellen. Dies abzuarbeiten ist geboten, will der deutsche Mittelstand seine auch international gute Aufstellung und Wettbewerbsfähigkeit erhalten und ausbauen.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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