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20-04-2017 - 17:08

Mehr als Symptome behandeln


Kategorie: Gesundheit & Medizin
Pressemitteilung von: Prof. Dr. Hermann Sailer
Operationsmethode Rotation Advancement bekämpft die Ursachen der obstruktiven Schlafapnoe

Zürich im April 2017. Viele Menschen schnarchen während der Nacht. Häufig liegt dies an einer Erkältung oder an einer Schlafposition in Rückenlage und stellt somit kein langfristiges Problem dar. Doch manchmal ist Schnarchen auch ein Symptom für die obstruktive Schlafapnoe. Bei dieser immer noch häufig unbekannten Erkrankung liegt eine Verengung der oberen Atemwege vor, die meist durch eine Kieferfehlstellung hervorgerufen wird. Im Schlaf erschlaffen die Muskeln im Halsbereich, die Zunge rutscht in den Rachenraum zurück und verschließt den Atemweg wie ein Korken. Dadurch kommt es zu Atemaussetzern, auf die reflexartige Weckreaktionen folgen, die einen nächtlichen Erstickungstod verhindern. Auf lange Sicht führen diese Vorgänge zu Bluthochdruck, wodurch das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle enorm steigt. Da der Körper sich nachts nicht erholen kann, leiden Betroffene meist an starker Tagesmüdigkeit. Infolge dieser Dauerbelastung entstehen so häufig auch ernst zu nehmende Depressionen und andere Folgeerkrankungen. „Um langfristig die Ursachen der obstruktiven Schlafapnoe zu bekämpfen und die Lebensqualität der Patienten dauerhaft zu verbessern, habe ich die Operationsmethode Rotation Advancement entwickelt, mit der ich die oberen Atemwege auch bei schweren Fällen der obstruktiven Schlafapnoe für immer erweitere“, erklärt Prof. Dr. Hermann Sailer, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Leiter einer Spezialklinik in Zürich.

Dauerhafte Erweiterung der oberen Atemwege
Erhalten Patienten die Diagnose obstruktive Schlafapnoe, wird von den behandelnden Ärzten teilweise eine Therapie mithilfe spezieller Zahn- und Kieferschienen empfohlen. In den allermeisten Fällen wird aber eine künstliche Überdruckbeatmung mit CPAP-Maske verordnet, die im Schlaf die Atemwege offen halten soll. Doch dadurch erfolgt lediglich die Linderung der Symptome der Schlafapnoe. Viele Betroffene können mit der Atemmaske nicht schlafen und bekommen nächtliche Panikattacken. Durch einen operativen Eingriff lassen sich die oberen Atemwege jedoch dauerhaft erweitern. Dann benötigen Patienten keine Hilfsmittel mehr für einen erholsamen Schlaf. „Bei der Operationsmethode bimaxilläre Umstellungsosteotomie werden Ober- und Unterkiefer gleichermaßen durchtrennt, nach vorne verschoben und wieder fixiert. Die Verlagerung kann dabei maximal 10 Millimeter betragen, doch manchmal reicht diese operative Verschiebung um wenige Millimeter nicht aus“, weiß Prof. Dr. Sailer. Deshalb hat der Facharzt diese klassische Methode weiterentwickelt. Mit dem Eingriff Rotation Advancement kann Prof. Dr. Sailer auch schwere Formen der obstruktiven Schlafapnoe behandeln. „Die Operation führe ich im Weisheitszahnbereich durch und durchtrenne per Ultraschall schonend den Kiefer. Anders als bei der bimaxillären Umstellungsosteotomie lagere ich den Ober- sowie Unterkiefer nicht nur nach vorne, sondern führe auch eine leichte Drehung durch“, sagt der Facharzt. Dadurch kann der Unterkiefer doppelt so weit nach vorne gesetzt werden, ohne die Gesichtsform nachteilig zu verändern.

Schlafen ohne Atemaussetzer
Während der Operation greift Prof. Dr. Sailer nur in die Knochenstruktur ein und nicht ins Nervensystem, sodass Patienten nach dem Eingriff nur geringe Schmerzen verspüren. Da der Facharzt nur im Mundraum operiert, entstehen keine Narben im Gesicht. Nach dem Eingriff tritt in dem Bereich eine Schwellung auf, etwa wie nach dem Entfernen von Weisheitszähnen. Diese ist nach circa zwei Wochen jedoch wieder abgeklungen. Im Normalfall können Patienten zu diesem Zeitpunkt auch wieder ihre gewohnten Tätigkeiten aufnehmen. Durch die Erweiterung der oberen Atemwege reguliert sich die nächtliche Sauerstoffversorgung und Betroffene schlafen nach der Operation ohne Atemaussetzer. Dies führt zu einer erheblichen Steigerung der Lebensqualität und auch gefährlichen Folgeerkrankungen der Schlafapnoe wird so vorgebeugt.

Weitere Informationen unter www.schlafapnoe.com

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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Prof. Dr. Hermann Sailer ist Facharzt für Gesichts-, Kiefer- und Oralchirurgie sowie plastische Chirurgie und Leiter der Klinik Professor Sailer in Zürich und befasst sich seit über 25 Jahren mit der Ursachenbehandlung der obstruktiven Schlafapnoe. In seinem Zentrum für Schnarchen und Schlafapnoe hat er sich auf die Ursachenbekämpfung der obstruktiven Schlafapnoe spezialisiert. Hierzu hat er die klassische bimaxilläre Umstellungsosteotomie weiterentwickelt. Mit der innovativen Operationsmethode „Rotation Advancement“ ist es ihm möglich, auch Patienten mit extremer mechanischer Verengung der Atemwege zu behandeln. In einer einmaligen Operation erweitert er die Atemwege, ohne dabei die eigentliche Gesichtsform nachteilig zu beeinflussen. Nach dem Eingriff können Patienten auf tägliche Symptombehandlungen durch Zahnschienen, Atemmasken oder Ähnliches verzichten.

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