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20-03-2017 - 11:47

Handy am Steuer: Bis zu 200 Euro und einen Monat Fahrverbot geplant


Kategorie: Tourismus, Auto & Verkehr
Pressemitteilung von: Deutscher Verbraucherschutzring e. V.
. Moderne Kommunikationsgeräte sind im Auto nicht mehr weg zu denken. Doch wer dazu sein Mobiltelefon oder sein Tablet am Steuer in die Hand nimmt, riskiert deftige Strafen, so der Deutsche Verbraucherschutzring e. V. (DVS). Da flächendeckende Kontrollen aber kaum durchführbar sind, spricht sich der Verein für mehr Aufklärung aus.

Die Kommunikationstechnologie wird immer besser und schneller. Wer heute ständig up to date sein will, verzichtet auch unterwegs nicht auf Telefon, Messenger, social media oder die fast schon altertümliche SMS. „Jeder weiß, wie gefährlich das ist“, sagt Jana Vollmann, Geschäftsführerin des DVS (www.dvs-ev.net). „Wer mit 150 Sachen auf der Autobahn unterwegs ist und nur zwei Sekunden auf sein Handy schaut, hat rund 90 Meter zurückgelegt.“

Bislang kennt die StVO noch keine Tablets. In § 23 StVO werden ausdrücklich die Mobiltelefone verboten. Doch der Paragraf soll der technischen Entwicklung angepasst werden. Auch wer via Tablet unterwegs im Internet surft oder Nachrichten schreibt, muss mit den gleichen Konsequenzen rechnen, wie jemand, der ohne Freisprechanlage telefoniert. Die DVS-Geschäftsführerin: „Derzeit wird über eine Erhöhung der Bußgelder diskutiert. So könnte bei schweren Verstößen sogar ein einmonatiges Fahrverbot greifen. Ob die Erhöhung von Bußgeldern aber der richtige Weg ist, bezweifle ich.“

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht dies ganz genau so. Denn trotz Verschärfung werde die Polizei nicht in der Lage sein, das Handyverbot durchzusetzen. Dafür gebe es nicht genügend Personal. „Eine Studie aus den USA kommt zum Ergebnis, dass die Ablenkung am Steuer durch Telefon und Co. das Unfallrisiko um beinahe 400 Prozent erhöht“, erklärt Vollmann und plädiert für intensivere Aufklärung. Die GdP wünscht sich für solche Fälle den TV-Klassiker „Der 7. Sinn“ zurück, der Jahrzehnte lang über das richtige Verhalten im Verkehr informiert hatte. Im Jahr 2005 wurde die Sendereihe eingestellt.

Falls Sie die Sendung nicht kennen, hier ein Link zu einer besonderen Ausgabe von 1975. Das Thema „Frau am Steuer“ wird hier aus typisch männlicher Sicht und in Ermangelung der damals nicht vorhandenen Gleichberechtigung beleuchtet. Viel Spaß damit, auch wenn die Sendung damals alles andere als lustig sein sollte:
www.youtube.com/watch?v=xixym7vGUQ4

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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Gegründet wurde der DVS als private Verbraucherschutzvereinigung, weil wir davon ausgehen, dass der staatlich unterstützte Verbraucherschutz nur zum Teil die Interessen der Verbraucher abdeckt und zum anderen auf Dauer nicht mehr finanzierbar sein wird.

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